Therapiemethoden mit S

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Schmerztherapie
Mit dem zunehmenden Verständnis für das Entstehen von Schmerzen hat sich die spezielle Schmerztherapie entwickelt. Diese Therapie setzt sich im Regelfall aus vielen Einzelbausteinen zusammen und erfordert die enge Zusammenarbeit in einem multiprofessionellen Team. Bausteine der speziellen Schmerztherapie sind unter anderem Medikamente, verschiedene Bewegungsformen, Krankengymnastik, Wärme- und Kälteanwendungen, Aufklärung zum Schmerzverständnis, Entspannungstechniken sowie psychologische Unterstützung.

Schwimmen (freies)
Selbstverständlich sind die richtige Schwimmtechnik, regelmäßiges Training und der optimale Trainingspuls entscheidend. Besonders, wenn sich bereits einige Kilo mehr auf die Hüften geschlichen haben, ist Schwimmen empfehlenswert. Regelmäßiges moderates Training verbrennt Kalorien und Fett. Die Cholesterinwerte werden reguliert und damit sinkt das Risiko, an Gefäßverkalkung zu erkranken. Da der Körper zu einem großen Teil vom Wasser getragen wird, lastet das Gewicht nicht auf den Gelenken. Gesundheitsfreundliches Rückenschwimmen ist optimal, um gelenkschonend zu trainieren, ohne dabei einen erhöhten Abrieb des Gelenkknorpels (Arthrose) zu riskieren. Durch den Beinkraulschlag wird die Beinmuskelpumpe aktiviert und der Bluttransport zum Herzen unterstützt. Wie alle Ausdauersportarten bringt Schwimmen das Herz-Kreislauf-System in Schwung. Durch das Training wird der Herzmuskel trainiert. Die Steigerung der Leistungsfähigkeit beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Hausgäste der Städtischen Rehakliniken Bad Waldsee haben täglich nach Belieben freien Eintritt in die Waldsee-Therme und ins Thermal-Maximilianbad. Auch Nichtschwimmer können während Ihres Aufenthaltes in Bad Waldsee das Rückenschwimmen erlernen. Dazu werden zunächst Wassergewöhnungs- und Atemübungen durchgeführt, um die Fähigkeit des Wassers den menschlichen Körper zu tragen zu erfahren. Erst im zweiten Schritt geht es dann um die Vermittlung einer gelenkgerechten Rückenschwimmtechnik. Hier sind es vor allem die Ausdauer und koordinative Fertigkeiten, die geschult werden.
Das Rückenschwimmen erlernen Sie in einer kleinen Gruppe.

Segmentmassage
Mit der Segmentmassage erreicht man eine reflektorische Beeinflussung innerer Organe, eine periphere Durchblutung und einen erhöhten Spannungszustand der Muskulatur. Zum Einsatz kommen der Säge-, Schub-, Zug-, Anschraub- und Zwischendornfortsatzgriff sowie verschiedene Streichungen. Die Massage erfolgt nach speziell ausgearbeiteten Behandlungsplänen, wobei die Reihenfolge der anzuwendenden Griffe vorgegeben ist. Es wird unterschieden zwischen: Rückenbehandlung, Brustkorbbehandlung, Kopf- und Nackenbehandlung und Beckenbehandlung.

Sensibilitätstraining
Dieses Training wird bei Störungen der Wahrnehmung von taktilen Reizen z. B. bei Erkrankungen des zentralen Nervensystems oder auch der peripheren Nerven (z.B. durch Chemotherapie) angewandt. Bei diesen Störungen werden Berührungsreize fremd oder gar nicht wahrgenommen. Die Ergotherapie stimuliert die Hautrezeptoren und behandelt so Veränderungen der Oberflächen- und Tiefensensibilität im Sinne einer Sensibilisierung oder Desensibilisierung. Mit verschiedenen Medien wird die Nervenfunktion beeinflusst und angeregt. Vegetative Schmerzsyndrome werden positiv beeinflusst.

Sitzbad
Man unterscheidet zwischen kalten, warmen und heißen Sitzbädern. Beim kalten Sitzbad bleibt der Oberkörper bekleidet. Es ist nur von kurzer Dauer und bedarf eine anschließende Nacherwärmung durch Bettruhe oder Bewegung. Das warme Sitzbad ist meist ein Kräuterbad, bei dem der Oberköper entblößt ist und mitsamt der Sitzbadewanne von einer sehr großen Wolldecke umhüllt wird (auch die Füße). Anschließend erfolgt eine Kaltanwendung. Das heiße Sitzbad entspricht in der Anordnung dem warmen. Beim Wechselsitzbad werden zwei Sitzbadewannen benötigt. Der Oberkörper ist wie beim warmen und heißen Sitzbad warm bedeckt.

Slingtraining
Ein spezielles Fitnesstraining an frei hängenden Schlaufen (Slings), um Kraft- und Stabilisationsfähigkeiten zu verbessern. Gerade Top-Trainer mit ihren Athleten nehmen Slingtraining in den Trainingsplan auf, weil optimal ganze Muskelgruppen unter Einsatz des eigenen Körpergewichts trainiert werden können.

Sonophorese
Bei der Sonophorese-Behandlung werden die Moleküle eines Medikamentes mittels Schallwellen durch die Haut geschleust. Durch die Vibration der Gewebeteilchen wird eine Reibung erzeugt und diese für zur Erwärmung der Muskulatur. Diese Erwärmung führt zur Muskelrelaxation, Durchblutungsförderung, Schmerzreduktion, und Auflösung von Verklebungen. Einsatzgebiete sind akute und chronische Gelenkschmerzen, Überlastungsschäden an Sehnen und Sehnenansätzen und Sportverletzungen.

Sozialberatung
Ziel des Sozialdienstes ist die Sicherstellung einer umfassenden Rehabilitation sowie die (Wieder-) Eingliederung in Gesellschaft, Alltag und Beruf. Der Sozialdienst erhebt eine differenzierte Sozialanamnese, um die Einschränkungen und Möglichkeiten des erkrankten Menschen zu erfassen. Die momentanen Einschränkungen, die zukünftige Lebensplanung und die gesetzlichen Vorgaben werden bei der Entwicklung von Perspektiven beachtet.
Die Unterstützung der Patienten bei ihrer Krankheitsbewältigung, die Schaffung einer besseren Lebensqualität und die Integration in die Gesellschaft stehen dabei im Vordergrund.
Zu unseren Beratungsthemen gehören:
– berufliche Wiedereingliederung, wie Umschulung, Fort- und Weiterbildung
– innerbetriebliche Umsetzung
– stufenweise Wiedereingliederung
– Lohnersatzleistungen und Renten
– finanzielle Hilfen nach den Sozialgesetzbüchern und anderen gesetzlichen Regelungen
– Regelmäßige Konzile mit Rehaberatern der Rentenversicherungen
– ambulante Dienstleistungen bei häuslicher Wiedereingliederung
– Tages-, Kurzzeit- und Dauerpflege
– Entlastungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige
– Pflegeversicherung

Sportprogramm
Das Sportprogramm der Kliniken ist ein komplexes 3 Wochenprogramm, bei dem Sie in einer geschlossenen Gruppe Inhalte aus den Bereichen Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination in Theorie und Praxis vermittelt bekommen. Im Mittelpunkt dieser Wochen steht die Gemeinschaft und der damit verbundene Spaß an der Bewegung in der Gruppe.

Sporttherapeutische Beratung
Die Sporttherapeutische Beratung beinhaltet ein individuell durchgeführtes Gespräch über Fragen der Sporternährung, der Trainingssteuerung sowie der Vorstellung geeigneter Bewegungsformen. Auf Grundlage der persönlichen Vorraussetzungen und Fragen werden individuelle Pulsvorgaben und Bewegungsideen entwickelt.

Stangerbad
Das Stangerbad gehört zu den Elektrotherapien, genauer gesagt zu den hydroelektrischen Bädern. Der Patient sitzt in einer mit Wasser gefüllten Badewanne und wird von konstantem Gleichstrom durchflutet. Es handelt sich um eine Kombination aus einer elektrophysiologischen Anwendung mit einem Wärmereiz. Dieses Bad wirkt schmerzlindernd, anregend auf das Immunsystem, Muskeltonus senkend oder erhöhend, stoffwechselaktivierend. U.a. bei rheumatischen Beschwerden, spastischen Lähmungen, Neuralgien, Myalgien, Hyper-, Hypotonus und Atemwegsinfektionen.

Stretching
Stretching kann am besten durch den Begriff „Dehnen“, d. h. das „In-die- Länge-ziehen“ eines Muskels erklärt werden. Die Anwendungsbereiche des Stretchings sind äußerst vielfältig. Man findet sie im Hochleistungssport genauso wie beim Schul- und Freizeitsport bis hin zur Physiotherapie. Ziele des Stretchings im sportlichen Bereich sind vorrangig die Vorbereitung, die Verbesserung, den Erhalt und die Wiederherstellung der Beweglichkeit des Körpers, wohingegen aus physiotherapeutischer Sicht die Vorbeugung vor bzw. die Behandlung von Haltungsdefiziten im Vordergrund steht.