Therapiemethoden mit B

A  B  C  D  E  F  G  H  I  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W   

Beckenbodentraining
Therapeutisches Beckenbodentraining dient einerseits der postoperativen Nachsorge, der Behandlung von Blasen- und Darmstörungen oder der Inkontinenzprophylaxe. Andererseits jedoch steht der Beckenboden in einem engen Zusammenhang mit dem Halte- und Stützapparat der Wirbelsäule und chronische Wirbelsäulenprobleme können einen maßgeblichen Einfluss auf die Funktionsfähigkeit des Beckenbodens haben. Somit sind Beckenbodenprobleme nicht nur „Frauenprobleme“. Die therapeutische Beckenbodenschule basiert auf der Einführung in den anatomischen Aufbau und die Funktion des Beckenbodens sowie die Darstellung und Klärung von möglichen Beckenbodenproblemen. Die theoretischen Kenntnisse bilden die Basis für das Erlernen von Übungen, die zum Einen den Beckenboden und die damit zusammenhängenden Strukturen kräftigen und zum Anderen die Körperwahrnehmung schulen. Weiter spielt innerhalb der Beckenbodenschule das „Bewegen im Alltag“ eine wichtige Rolle. Hier werden die beckenbodenentlastenden Bewegungen den belastenden gegenübergestellt und besprochen.

Begleitetes Malen
In geschützter Atmosphäre mit maltherapeutischer Begleitung können ureigene Bilder entstehen. Die Energien der Farben beeinflussen die Patientin. Impulse aus dem Körper fließen in die Bilder mit ein. Betroffene können ihren Körper malen, ihren Schmerzen Farbe und Form geben, auch fehlende Organe betrauern und ihren Platz beleben.

Bewegungsschiene
Eine Bewegungsschiene ist ein orthopädisches Hilfsmittel, das motorgetrieben die Erhaltung der Beweglichkeit eines Gelenks, z. B. nach einer Operation unterstützt. Das betroffene Körperteil bzw. Gelenk wird in die Bewegungsschiene eingelegt, die dann, von einem Elektromotor angetrieben, ein in der Regel von einem Arzt festgelegtes Bewegungsprogramm durchläuft. Das Gelenk wird dabei passiv bewegt. Ziel ist die Erhaltung bzw. Wiedererlangung der Gelenkbeweglichkeit.

Bewegungstherapie (auch im Thermalwasser)
Die Bewegungstherapie ist das Hauptaufgabengebiet der Physiotherapie sowie die verschiedensten dort angewandten Behandlungsmethoden und Behandlungstechniken. Auf der Grundlage einer physiotherapeutischen Untersuchung werden Funktionsstörungen im Bereich Schmerz, Stoffwechsel und Durchblutung, Beweglichkeit, Koordination, Kraft und Ausdauer ermittelt. Ein gezieltes und individuell an die Bedürfnisse des Patienten angepasstes bewegungstherapeutisches Übungs- und Behandlungsprogramm hat zum Ziel, die Selbständigkeit der Person in ihrem sozialen Umfeld nach einer Erkrankung oder Verletzung wieder aufzubauen beziehungsweise zu erhalten.
Der große Vorteil der Bewegungstherapie im Thermalwasser ist die Auftriebskraft des Wassers. Wenn man bis zu den Schultern im Wasser steht, wiegt man nur noch 10 % des eigentlichen Körpergewichts. So kommt es zu einer wesentlichen Entlastung der Gelenke. Die unter dieser Erleichterung ausgeführten Übungen ermöglichen eine schonende Mobilisierung und die Bewegungserhaltung der Gelenke.

Bindegewebsmassage
Die Bindegewebsmassage ist eine Reflexzonentherapie und beruht auf der Erkenntnis, dass Erkrankungen der inneren Organe in den ihnen zugeordneten Segmenten Spannungsveränderungen im dazwischen liegenden Bindegewebe erzeugen. Das bedeutet, dass jedes Organ ein ihm zugehöriges Segment im Bindegewebe hat, dessen Konsistenz prägt und über dieses auch beeinflusst werden kann. Die Bindegewebsmassage wird nur mit den Fingerkuppen und mit wenig Druck ausgeführt. Auf diese Weise werden Verklebungen zwischen den einzelnen Haut- und Unterhautschichten gelöst. Die Organe werden positiv beeinflusst, die Gelenke werden wieder frei und das Allgemeinbefinden durch die Wirkung der Massage auf das vegetative Nervensystem wird wesentlich verbessert.

Blitzguss
ist eine Behandlungsmethode der Hydrotherapie, die sich Temperaturreize zu Nutze macht, um den Wärmehaushalt des Körpers wieder in Gleichgewicht zu bringen. Durch Wärme- oder Kältereize soll das vegetative Nervensystem angesprochen werden. Dabei gilt als Grundprinzip: Soviel Wärme wie nötig, soviel Kälte wie möglich.

Bogenschießen
ist eine gute Möglichkeit sich selbst in der Konzentration auf ein Ziel zu erfahren. Dazu ist eine gewisse Kraftfähigkeit im Schulter-Armbereich von Nöten. Als Freizeitangebot gibt es die Möglichkeit mit einfachen Sportbögen die Grundlagen des Bogenschießens zu erlernen. Die kräftigenden Aspekte des Bogenzugs sowie die ansonsten eher meditative Bewegungsschnelligkeit machen die ausgleichende Wirkung des Bogenschießens möglich. In der Gruppe ist zudem das Erleben eines gewissen Lernerfolges höchst motivierend. Bogenschießen findet je nach Jahreszeit und Witterung als Freizeitangebot statt.