Osteoporose

Die Osteologie betrifft Erkrankungen des Knochengewebes sowie des Knochenstoffwechsels. Eine der bekanntesten Erkrankungen ist die Osteoporos (erhöhte Brüchigkeit der Knochen). Weitere Erkrankungen sind z. B. die Knochenerweichung (Osteomalazie), Knochentumoren, Glasknochenkrankheit, Stoffwechselerkrankungen.
Seit 2008 sind die Städt. Rehakliniken Bad Waldsee als klinisch-osteologisches Schwerpunktzentrum zertifiziert und aktuell rezertifiziert bis 2018. Das abgestimmte medizinische Konzept mit kompetenter Betreuung, Diagnostik und Therapie gewährleistet eine optimale Rundumversorgung.

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Die Osteoporose (Knochenschwund) stellt den Schwerpunkt im Bereich der Wirbelsäulenveränderungen dar. Allein in Deutschland leiden ungefähr 8 Millionen an dieser Volkskrankheit. Bei der Osteoporose verlieren die Knochen mehr Substanz als ersetzt wird. Dadurch werden sie porös und brechen schließlich bereits bei geringer Belastung. Besonders anfällig sind die Wirbelkörper der Wirbelsäule, der Schenkelhals und das Handgelenk.
Ursachen können calciumarme Ernährung, das Alter, Medikamente, bestimmte Stoffwechselstörungen, Veranlagung, Bewegungsmangel und ein frühes Einsetzen der Wechseljahre sein.
Osteoporose

Anamnese und Befragung des Patienten sowie die körperliche Untersuchung stellen die Basis der Therapie dar. Wichtig ist die Erfassung der allgemeinen Risikofaktoren wie Knochenbrüche, ein bestehendes erhöhtes Sturzrisiko oder die Einnahme z. B. von Cortison. Durch Röntgenaufnahmen der Wirbelsäule oder der Hüfte kann man Knochenbrüche ausschließen.
Neben calciumreicher Ernährung und ausreichender Versorgung mit Vitamin D3 wird der Einsatz von speziellen knochenstabilisierenden und –aufbauenden Medikamenten wie den Bisphosphonaten, den monoklonalen Antikörper Denosumab, Parathormon, den SERMs (selektive Östrogenrezeptormodulatoren) oder anderen Medikamenten individuell geplant.

Fortbildungen


Fortbildungen für Ärzte

Im Rahmen der Ärzte-Fortbildung finden viermal jährlich zertifizierte Qualitätszirkel zum Thema Osteoporose statt.

Knochendichtemessung


Mit der Knochendichtemessung in DXA-Technik kann, ein erhöhtes Risiko des Erleidens eines Knochenbruches an der Wirbelsäule oder der Hüfte erfasst werden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Knochendichte zu messen: mit Ultraschall, Computertomographie oder der DXA-Technik. Von den Osteoporosefachgesellschaften wird die DXA-Messung als „beste Methode“ empfohlen.

Gleichgewichts- und Koordinationstraining


Der Sturz ist die häufigste Ursache für einen Knochenbruch. Stürzen muss man vorbeugen und man kann sie vermeiden. Durch gezieltes Erlernen und Trainieren spezieller Übungen zur Verbesserung der Koordination, der Balance und Muskelkraft sowie des Gleichgewichtsgefühls kann man vorbeugen. Diese Inhalte werden vom Therapeutenteam der Städt. Rehakliniken gezielt vermittelt und trainiert mit Weitergabe entsprechender Übungsprogramme für zu Hause.

Therapeutisches Konzept


Ein konsequent durchzuführendes körperliches Training mit – und Koordinationstraining sowie Sturzprophylaxe. Auch der Einsatz von speziellen knochenstabilisierenden und aufbauenden Medikamenten wie den Bisphosphonaten, den SERM´s (Selektive Östrogenrezeptormodulatoren), Strontiumranelat oder auch Parathormon wird individuell geplant.

  • Calciumorientiertes Ernährungsmanagement (Ernährungsberatung, Lehrküche)
  • Individuelle medikamentöse Therapie entsprechend den Leitlinienempfehlungen der Osteoporosegesellschaft (DVO)
  • Schmerztherapie
  • Krankengymnastik
  • Sturzprophylaxe, Balance- und Koordinationstraining
  • Kraft- und Ausdauertraining mit Krankengymnastik, Aqua-Training und medizinischer Trainingstherapie
  • Pysikalische Therapie (Massagen, medizinische Bäder, Reizstrom und Ultraschalltherapie etc.)
  • Ergotherapie
  • Entspannungstechniken

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Im Rahmen der Fortbildung zum Thema Osteoporose finden für Ärzte viermal jährlich zertifizierte Qualitätszirkel zum Thema Osteoporose statt.