Der Begriff "kryos" kommt aus dem griechischen und bedeutet Kälte oder Frost. Die Vereisungsbehandlung oder Kryotherapie kommt vorwiegend bei hypertrophen Narben und Keloiden zur Anwendung. Die Narben werden entweder mit Hilfe von flüssigem Stickstoff (Sprühverfahren), das eine Temperatur von bis zu minus 196 Grad Celsius hat, oder mit Hilfe einer Sonde (Kontaktverfahren) eingefroren. Durch die Kälte kommt es zu einer plötzlichen oberflächlichen Thrombosebildung im Narbengewebe, das praktisch nicht mehr durchblutet wird. Als Folge entstehen Blasen auf dem Narbengewebe, die absterben und später vorsichtig abgelöst werden.