Die Ursache für Erkrankungen der Wirbelsäule mit den Folgeerscheingungen Schmerz und Fehlstellung sind vielseitig. Im Vordergrund stehen mechanisch bedingte Ursachen wie der Bandscheibenvorfall, Achsabweichung (Skoliose, Kyphose) und Wirbelgleiten. Entzündlich bedingte Wirbelsäulenerkrankungen treten als akute Infektionen auf oder sind chronisch-entzündlicher Art, wie bei rheumatologischen Erkrankungen. Die Osteoporose stellt den Schwerpunkt im Bereich der stoffwechselbedingten Wirbelsäulenveränderungen dar. Weitere Erkrankungen der Wirbelsäule sind durch Tumore bzw. Metastasen bedingt.
Je nach Krankheitsbild steht ein spezifisches Behandlungskonzept zur Verfügung. Die verschiedenen Maßnahmen sind hochspezialisiert. Mit der konservativen Therapie können über 95 % der Wirbelsäulenerkrankungen erfolgreich behandelt werden. Im Mittelpunkt stehen neben einer ausgewählten medikamentösen Therapie, dem Krankheitsbild angepasste physiotherapeutische sowie balneophysikalische Maßnahmen. Operative Möglichkeiten wie die Versteifung, die Nukleotomie und weitere Maßnahmen kommen bei Versagen der konservativen Therapie bzw. akuter Verschlechterung der Symptomatik in Betracht. Vor allem Erkrankungen der Wirbelsäule erfordern den Einsatz eines ausgewählten und aufeinander abgestimmten Therapieteams. |